Straubing

Kommunal-Politiker zu Gast in Straubing und Mitterfels

Die Kommunal-Politiker Johannes Spielbauer und Kevin Keller haben die KJF Werkstätten besucht: In der Bruder Konrad Werkstätte Mitterfels erhielten sie eine Führung mit einem Arbeitseinsatz in der Wäscherei, in den Straubinger Werkstätten St. Josef informierten sie sich über die Arbeit der Prüfgruppe Einfach g’macht.

In Mitterfels begrüßte Evi Feldmeier, die Geschäftsführerin der KJF Werkstätten gemeinnützige GmbH, die Gäste. Stadtrat Johannes Spielbauer und Stadtratskandidat Kevin Keller, der auch Mitglied im Behindertenbeirat der Stadt Straubing ist, erhielten dabei einen Überblick über die Funktionsweise einer Werkstätte für Menschen mit Behinderung, zur Finanzierung, zur Zusammensetzung der Löhne der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zu den Aufgaben eines Inklusionsbetriebs. Keller und Spielbauer waren sehr interessiert: „Es waren spannende Einblicke in komplexe Themen mit vielen Informationen aus der Praxis. Jeder Politiker sollte sich vor Ort über die Arbeit der Werkstätten informieren, bevor er sich eine Meinung bildet.“ Erika Stelzl, die Vorsitzende des Werkstattrats in Mitterfels, führte die beiden durch Einrichtung und beantwortete ihre Fragen. Sie betonte: „Werkstätten sind keine Sonderwelt, sondern eine Notwendigkeit.“

Besonders beeindruckt war Johannes Spielbauer von der Wäscherei: „Ich habe an der Faltmaschine gearbeitet – das ist nicht so einfach.“ Zudem schauten sich die beiden Politiker die Montagegruppen, die Schongruppe und den Berufsbildungsbereich an und kamen auch mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch: „Der Austausch hat uns darin bestärkt, dass Werkstätten ein wichtiger Bestandteil der Arbeitswelt sind und erhalten werden müssen, denn nicht jeder Mensch findet auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine passende Beschäftigung.“

Zu Besuch bei Einfach g‘macht

In Straubing stand ein Besuch bei der Prüfgruppe für Leichte Sprache Einfach g’macht auf dem Programm: Die Mitglieder der Gruppe und Leiter Christian Reiner stellten Johannes Spielbauer und Kevin Keller ihre Arbeit vor. Sie prüfen Texte, die Leichter Sprache verfasst sind, auf ihre Verständlichkeit. Dadurch machen sie die Informationen allen Menschen zugänglich. Davon profitieren nicht nur Menschen mit kognitiven Einschränkungen, sondern auch Senioren und Menschen mit Migrationshintergrund. Derzeit prüft die Gruppe eine Broschüre über die Sehenswürdigkeiten der Stadt Regensburg. Anhand dieser Texte konnten Spielbauer und Keller miterleben, wie sich die Prüferinnen und Prüfer im Detail mit der Verständlichkeit der Informationen auseinandersetzte. „Unter Leichter Sprache konnte ich mir bisher wenig vorstellen: Deshalb war dieser Besuch sehr spannend und eine Bereicherung“, so Johannes Spielbauer. Abschließend ging es noch in die Abteilung Montage: Die stellvertretende Vorsitzende des Werkstattrats Martina Immafall stellte den beiden Politikern die verschiedenen Arbeitsplätze vor.  

Text: Sebastian Schmid

Bilder: Sebastian Schmid